Die Schweizer Wirtschaft büsste 2016 allein durch krankheitsbedingte Absenzen insgesamt 43,61 Mio. Arbeitstage ein. Das Ziel jedes Arbeitgebers ist klar: Die Senkung dieser Anzahl Absenzen und den damit verbundenen immensen Kosten. Die aktive Nutzung der sogenannten Schwarmzufriedenheit kann dabei einen wesentlichen Beitrag leisten.

Krankheiten von Arbeitsnehmenden können viele verschiedene Ursachen haben. Ein wesentlicher Treiber von Krankheiten und Absenzen ist die Unzufriedenheit. Unzufriedenheit kann krank machen. Und Absenzen resultieren nicht nur aus klar erkennbaren, pathologisch definierbaren Krankheitsbildern – durch Unzufriedenheit sinkt auch die Motivation, häufen sich psychosomatischen Beschwerden und Erschöpfungszustände.

Dabei ist zwischen zwei Kategorien von Unzufriedenheit zu unterscheiden:

1. Benennbare individuelle Unzufriedenheit aufgrund klar feststellbaren Unzulänglichkeiten, resp. Umstände  (wie z.B. unzulängliche Arbeitsplatzgestaltung, nicht nachvollziehbares Lohngefüge, belastende Arbeitsprozesse, familienunfreundliche Arbeitszeiten usw.) > Bei dieser Kategorie von individueller Unzufriedenheit müssen die Rahmenbedingungen verändert werden, damit eine Besserung eintreten kann.

2. Diffuse individuelle Unzufriedenheit, bei der die Quelle(n) nicht klar feststellbar sind (wie z.B. unzufriedener, stänkernder Kollege im gleichen Büro, allgemeines Geklöne am Kaffeeautomaten, herumerzählte «Skandal-Internas» aus anderen Abteilungen, Medienberichte, Spekulationen über die Pläne von «denen da oben» usw. > Bei dieser Kategorie ist die Schwarmzufriedenheit ein wirksames Hilfsmittel, das auf einer archetypischen psychologischen Funktionsweise des Menschen beruht:

Menschen empfinden ihr Umfeld automatisch positiver, wenn sie wissen, dass die Mehrheit der Anderen das Umfeld als positiv empfindet.

Jeder durchschnittlich gute Arbeitgeber hat in seinem Unternehmen eine real existerende Schwarmzufriedenheit – sonst hätte er längst keine Mitarbeitenden mehr oder nur noch die schlechtesten. Darauf basierend geht es darum, diese real existierende Schwarmzufriedenheit zu erfassen (dabei auch die besonders positiven Aspekte des jeweiligen Arbeitgebers zu eruieren) und das Resultat glaubwürdig gegenüber der Belegschaft aufzeigen, beweisen und kommunizieren zu können.

Jede Absenzen-Senkung wirkt sich ganz direkt und in mehrfacher Hinsicht für das Unternehmen aus

Absenzen haben ja nicht nur direkte (finanzielle), sondern auch indirekte Folgen auf die die Organisations- und Produktionsabläufe und führen zu Mehrbelastung für die Arbeitskollegen. Deshalb ist jeder Beitrag zur Reduktion von Absenzen ein Beitrag, der sich sofort und auszahlt und in mehrfacher Hinsicht rechnet.

Möchten Sie mehr wissen, wie Sie die Schwarmzufriedenheit auch in Ihrem Unternehmen nutzen können? Unter diesem Link finden Sie unser Fachreferat, das wir kürzlich am Arbeitgeber-Frühstück im «Stade de Suisse» im Rahmen einer Fachveranstaltung für HR-Verantwortliche gehalten haben.

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne auch persönlich zur Verfügung. Schreiben Sie uns Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!