In immer mehr Branchen nutzen Konsumenten Bewertungen, um sich einen Vorab-Eindruck von der Qualität von Produkten und Leistungen zu verschaffen. Auch für Ärzte, Zahnärzte, Spitäler, Reha-Kliniken, Pflegeeinrichtungen und andere Gesundheitsdienstleister werden Bewertungen immer wichtiger. 

Bei den Online-Bewertungsplattformen wie jameda, docinsider, topmedic etc. ist alles dabei von simplen Punkte-Bewertungen bis hin zu ausführlichen Beschreibungen und teils drastischen Kommentaren wie "tollster Doktor der Welt" oder auch "Vorsicht Pfuscher". Wie einflussreich sind diese Bewertungen? 

 

Der Digitalverband Bitkom veröffentlichte im September 2016 eine Studie, für die 783 Internetnutzern zu ihrem Verhalten bei der Arzt- und Kliniksuche im Internet befragt wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass 45% dieser Patienten Online-Bewertungsportale wie jameda, docinsider oder topmedic kennen und sie bei der Arztsuche zumindest hin und wieder nutzen. Die Hälfte dieser Befragten gab an, dass die Meinung anderer Patienten definitiv einen Einfluss darauf habe, welche Ärzte oder medizinischen Einrichtungen sie schlussendlich aufsuchten. Und für 31% ist die Online-Bewertung sogar ebenso wichtig wie eine persönliche Empfehlung eines Freundes, Kollegen oder Familienmitglieds. 

Dabei gibt es kaum Unterschiede in den Altersgruppen: 50% der 30- bis 40-Jährigen, 49% der 50- bis 64-Jährigen und 48% der über 65-Jährigen erklärten, dass sie Online-Bewertungen lesen. Frauen haben mit 49% ein etwas höheres Ineresse an Bewertungen als Männer mit 41%. 

Online-Bewertungen von Patienten sind also für das Praxis- oder Klinik-Marketing genauso wichtig wie persönliche Empfehlungen und sollten daher bewusst wahrgenommen und positiv genutzt werden. 

Das bedeutet einerseits: 

1. Plattformen kennen und pflegen: 
Richten Sie Profile auf den relevanten Portalen wie z.B. jameda oder sanego ein und pflegen Sie sie. Denken Sie dabei auch an die themenunabhängigen Plattformen, die ebenfalls Bewertungen enthalten können, wie z.B. Facebook, Google MyBusiness oder auch Yelp (eher in urbanen Regionen). Foren sind ebenfalls ein Ort, an dem Patienten sich über ihre Ärzte äussern und sollten entsprechend geprüft werden. 

2. Bewertungen prüfen und kommentieren
Prüfen Sie Ihren Bewertungsstatus auf den relevanten Plattformen regelmässig und kommentieren Sie, wo immer möglich, die Bewertungen. Das zeigt potentiellen neuen Patienten, dass Sie interessiert und offen sind für die Meinungen Ihrer Patienten und sich mit diesen sachlich auseinandersetzen. 

3. Mehr Bewertungen erhalten
Eine einfache statistische Rechnung: Je mehr Bewertungen Sie haben, desto wahrscheinlicher ist es, dass das Gesamtbild realistisch ist und desto unwahrscheinlicher ist, dass eine einzelne negative Bewertungen einen unverhältnismässig schlechten Gesamteindruck schafft. Bitten Sie also Ihre zufriedenen Patienten, über ihre Erfahrungen zu berichten. 

4. Selbst aktiv werden
Alle oben genannten Plattformen sind mehr oder wenig anonym und es ist oft nicht ersichtlich, ob es sich bei den Bewertenden um tatsächliche Patienten handelt und wer diese sind. Um sich dieser Anonymität nicht völlig auszuliefern, empfehlen wir Ihnen auf jeden Fall, die Zufriedenheit Ihrer Patienten auch selbst direkt und konkret abzufragen und sie auf Ihrer eigenen Praxis- oder Klinikwebseite anzuzeigen. 

Einige Schweizer Gesundheits-Verbände und -Unternehmen arbeiten zu diesem Zweck schon mit dem Swiss QualiQuest Gütesiegel, zum Beispiel TCM Swiss, die Optikergenossenschaft Team93, die Orthopunkt Zentren für technische Orthopädie, der Schweizerische Fitness und Gesundheitscenterverband oder auch die Zahnarztpraxis Lindenhof

Positiver "Nebeneffekt" des Swiss QualiQuest ist übrigens eine Optimierung in der Google-Suche durch die bei Google angezeigten Sternebewertungen und die separate Bewertungsseite mit eigener URL!

 swiss qualiquest zahnarztpraxis lindenhof