Beim Online-Verkauf geht es darum, die Kaufentscheidung für den Kunden so angenehm und einfach wie möglich zu machen. Dazu braucht es ein attraktives Design, eine gute Userführung auf der Webseite und im Shop, es braucht überzeugende Kaufargumente und es braucht vor allem auch Klarheit: Klare Informationen, die vom Kunden sehr einfach gefunden und sehr gut verstanden werden. 

Denn verwirrte Kunden kaufen nunmal entweder gar nicht oder sie brauchen sehr viel länger für ihre Entscheidung. Für Design und Userführung haben Sie hoffentlich kompetente Webpartner. Für die Informationen gute Webtexter. Was, wenn Sie aber feststellen, dass trotzdem viele Kunden den Kauf wieder abbrechen? Dann stellt sich die Frage, ob es auf Ihrer Webseite irgendwo Potential für Verwirrung gibt. Wie finden Sie heraus, ob alles so glasklar und einfach ist, wie es sein sollte? 

 

Hier einige Tipps zu guten Informationsquellen:

1. Kundenservice oder die FAQ-Seite
Welche Fragen stellen potentielle Kunden zu Ihren Produkten? Sind es öfter die gleichen Fragen von verschiedenen Menschen? Und/oder geht es dabei um Dinge, welche die Kunden eigentlich von der Webseite her gelesen und verstanden haben müssten? Schauen Sie sich die entsprechenden Seiten und Texte an. Sind die Informationen dort wirklich vorhanden? Sind sie wirklich verständlich?

Denken Sie daran: Für jeden potentiellen Kunden, der sich die Mühe macht, eine Frage zu stellen, gibt es mehrere andere, die einfach einen anderen Onlineshop aufsuchen und dort kaufen!

Die bekannten FAQ-Seiten können Ihnen hier übrigens ein Bein stellen. Versuchen Sie nicht, wirklich alle erdenklichen Fragen abzufangen, um Ihren Kundendienst zu entlasten. Sie werden nie an alle Fragen denken, die potentiellen Kunden einfallen und Sie werden nie alle Antworten so formulieren, dass sich jeder Fragende mit seinem individuellen Verständnisproblem dort wiederfindet. Stellen Sie stattdessen sicher, dass Webseitenbesucher eine einfache, gut sichtbare Möglichkeit haben, weitere Fragen zu stellen. 

 

2. Bewertungen
Auch in Ihren Bewertungen werden Sie öfter Dinge finden, die Ihnen zeigen, dass es ein Problem mit den Produktbeschreibungen auf der Webseite gibt. So können Sie diese verbessern und Missverständnisse und Enttäuschungen von vorne herein verhindern. 

 

3. Retouren
Fragen Sie Ihre Kunden, warum sie Ihre Produkte zurückschicken? Lesen Sie die Antworten auch? Ganz klar: wenn Produkte zurückgeschickt werden, die an sich völlig funktionsfähig sind, gibt es höchstwahrscheinlich ein Problem mit den Beschreibungen auf Ihrer Shop-Seite. 

 

4. Webseitenanalyse
Investieren Sie in ein gutes Analytics-Setup für Ihre Webseite, das Ihnen zeigen kann, wo Kunden im Kaufprozess abspringen und wo entweder die Userführung oder die Kommunikation optimiert werden muss. Auch Eye-Tracking und Maus-Tracking-Analysen sind sinnvoll, um zu sehen, ob Ihr Webshop so funktioniert wie er soll.

 

Oft braucht es nur ganz kleine Anpassungen, damit die Conversion funktioniert und Ihre Kunden auch kaufen. Diese Investition in die Recherche und Optimierung lohnt sich daher auf jeden Fall!

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