Als Anbieter des Career Navigator interessieren wir uns natürlich auch für das Thema Mitarbeiterrekruktierung und Arbeitsmarkt ganz allgemein. So werden wir Anfang Oktober auch am HR BarCamp in Wien teilnehmen und so ist uns auch dieser spannende Artikel zum Thema "Zukunft der Arbeit" aufgefallen. Die Telekom hat mit der Uni St. Gallen 25 Megatrends bzw. Thesen verfasst, die die Welt der HR völlig auf den Kopf stellen werden: 

1. Liquid statt starr: Netzwerke ersetzen feste Arbeitsplätze.

2. Peer-to-Peer statt Hierarchie: Hoch spezialisierte Fachkräfte lassen sich nicht mehr von Hierarchien leiten, sondern von Expertise.

3. Beauftragen statt einstellen: Statt festem Arbeitsverhältnis kommt es zum on-demand Arbeitseinsatz flexibler Arbeitskräfte.

4. SAP statt McKinsey:  Organigramme sind passé, die Struktur kommt von den komplexen IT-Systemen.

5. Offen statt geschlossen: Unternehmen öffnen sich nach aussen, die Grenzen zwischen Unternehmen und Aussenwelt verschwimmen und Herrschaftswissen wie Patente werden obsolet.

6. Prosumenten statt professionelle Produzenten: Statt auf Mitarbeiter setzen Unternehmen immer mehr auf die Mitarbeit von Konsumenten in der Produktentwicklung. 

7. Vom Ausführen zum Überwachen: Der Mitarbeiter wird vom Produzenten der Arbeitsleistung zum Überwacher von Maschinen. 

8. Maschinen als Kollegen, Kooperationspartner und Kontrolleure: Mensch und Maschine werden zu Kollegen.

9. Cloud- und Crowdworking als Übergangsphänomen: Digitale Leistungen werden von virtuellen Mitarbeitern im Akkord erledigt.

10. Die Datenleser: Der Einsatz von Big Data wird zur Schlüsselqualifikation digitaler Arbeit. 

11. Arbeit ohne Grenzen: Hochqualifizierte Spezialisten arbeiten weltweit in Projekten mit, ihre Qualifikationen sind global transparent und vergleichbar.

12. Beruf und Privatsphäre verschwimmen: Arbeitsort und Arbeitszeit wird weniger wichtig, Arbeitnehmer können sie für sich individueller gestalten.

13. Nichtlineares Denken als Domäne des Menschen: Automatisierungsmöglichkeiten sind begrenzt, die Kreativität des Menschen bleibt unersetzlich.

14. Mehr personenbezogene Dienstleistungen: Tätigkeiten mit unmittelbarer menschlicher Interaktion werden aufgewertet und wachsen prozentual.

15. Selbstmanagement als Kernqualifikation: Die flexible und bedarfsgerechte Auftragsarbeit von Arbeitskraft-Unternehmer bedingt das Managementvon MikroArbeitszeiten verschiedener Aufgaben.

16. Kreative und produzierende Arbeit wachsen zusammen: Erbringern von kreativen Ideen müssen diese auch materiell umsetzen können, z.B. mit 3D-Druckern und anderen Werkzeugen.

17. „Wunderkinder“ dringen in die Chefetagen vor: Die weiter steigende Bedeutung von IT eröffnet frühreifen App-Tüftler und Datenexperten die Welt.

18. Digitale Inklusion: Distanzarbeit und die Anonymität von Arbeitsverhältnissen integriert auch Menschen in den Arbeitsmarkt, die für das klassische Normalarbeitsverhältnis nicht zur Verfügung stehen, z.B. Clickworker in Schwellenländern.

19. Büros dienen nur noch dem Netzwerken – nicht mehr der Arbeit:  Der Arbeitsort kann überall sein, physische Büros sind nur noch temporäre Ankerpunkte für das Networking. 

20. Gamification und Belohnungen werden wichtiger: Mitarbeiter brauchen Ablenkung und Belohnung durch Gamification und intuitive Bedienbarkeit von IT-Oberflächen. 

21. Job-Hopper fordern die HR heraus: Die Bindung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber löst sich. Arbeitnehmer stehen ständig mit einem Bein im Arbeitsmarkt, was eine systematische Personalentwicklung erschwert.

22. Führen auf Distanz: Statt um Präsenz geht es um Ergebnisse und Führungskräfte müssen lernen, mehr zumotivieren als zu kontrollieren und persönliche Bindung auch auf Distanz zu pflegen.

23. Neue Märkte erschließen, alte Märkte verteidigen können: Management wird „beidhändig“ und agiert in Gegenwart wie Zukunft gleichermaßen.

24. Matching per Mausklick: Digitale Arbeitskräfte sind in Form individueller Datenpakete quantifiziert. Die Personalauswahl wird weniger intuitiv.

25. Komplette Überwachung der Arbeit: Sensoren prägen das „Büro der digitalen Arbeit", alles wird laufend aufgezeichnet.

Mehr Informationen zu dieser Studie finden Sie hier.

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